Patriarch Kyrill feiert die Göttliche Liturgie mit Großer Wasserweihe in Moskau

Am 19 Jänner 2014, am Tag der Feier der Taufe Christi, feierte der russische Patriarch Kirill die Liturgie des heiligen Basileos des Großen und die große Wasserweihe in der Epiphanie – Kathedrale in Moskau.

Nach Ende des Gottesdienstes wandte sich das Oberhaupt der Russischen Kirche mit einer Predigt an die Gläubigen und sagte insbesondere:
„In unserer Welt und in unserem Leben ist alles miteinander verbunden – das Geistige und das Materielle, und wir wissen es gewiss, dass ohne göttlichen Ursprung und ohne göttliche Kraft die materielle Welt nicht existieren kann. Der Herr richtet seinen Segen auf alles – auf das ganze Weltall, auf das Lebende und Nicht Lebende, aber in einer besonderen Weise richtet Er seinen Segen auf die Gegenstände, die mit der religiösen Erfahrung der Menschen verbunden sind. Wir wissen über die Existenz der wundertätigen Ikonen, wir wissen über die Existenz der wundertätigen Gegenstände. Und heute waren wir mit Ihnen Teilnehmer des Sakraments der Großen Wasserweihe, wenn Wasser – ein physischer Gegenstand, eine chemische Substanz – mit dem Segen Gottes durchdrungen wird und eine besondere geistige Eigenschaft erhält, ohne seine materiellen Eigenschaften zu verlieren. Mit anderen Worten, die ganze tausendjahrlange religiöse Erfahrung der Menschen bestätigt, dass die Kraft Gottes nicht nur unmittelbar auf Bewusstsein, Intelligenz, Willen und physische Kräfte des Menschen wirkt, sondern auch mittels Gegenständen übertragen wird, die von Gott dafür auserkoren werden, um Speicher und Verteiler des Segens zu sein“.
Wir leben heute in einer schwierigen Zeit, obwohl es nie leichte Zeiten gab. Und unsere christliche Antwort auf all dass, was unseren Glauben zu erschüttern versucht, soll die tiefste Überzeugung in der Richtigkeit desWortes Gottes sein, in der Richtigkeit der christlichen Tradition, in der Richtigkeit jenes Schatzes des Glaubens und der Pietät, der in der Kirche aufbewahrt wird und bei dessen Berührung wir fähig werden, unser Leben zum Besseren zu verändern.

Möge uns Gott  bescheren, dass der orthodoxe Glaube in unserem Volk immer erhalten bleibt und dass keine Versuchungen und Hindernisse diesen Glauben schwächen können, dass wir nach unserem Glauben den Segen Gottes erhalten,den wir heute, zum Tage der Erscheinung Gottes (Epiphanie) durch das Weihwasser haben.